Sicheres WLAN Fehlanzeige: Was Sotschi und Kaffeehäuser gemeinsam haben

free wifi securityViele Menschen kommen bei den Winterspielen in Sotschi zusammen. Sportler aus der ganzen Welt. Fans und Familie der Athleten. Sportbegeisterte und Schaulustige. Journalisten und Blogger. Und Hacker, im Auftrag der Regierung, von Unternehmen und Privatleuten. Ein sicheres WLAN ist fast nicht aufzutreiben – dafür ist der Internetzugang an den meisten Orten nicht gebührenpflichtig. Das heißt, dass keine Euros, Dollars oder russische Rubel fließen. Dafür fließen jede Menge Daten. Öffentliches WLAN kostet zwar selten Gebühren, es ist aber auch nicht kostenlos: Die Währung sind die eigenen Daten.

Egal ob es die Athleten sind, die mit Freunden skypen, oder Pressevertreter, die für ihr Medium twittern – wie der Guardian berichtete, werden die Telefone und die WLAN-Netzwerke beispielsweise im Black Sea Resort beständig überwacht und gefiltert. Möglich macht das “Sorm”, Russlands Programm zur Überwachung von elektronischer Kommunikation. Mit Sorm kann der FSB, der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation, jegliche Kommunikation über Smartphones, Laptops und Tablets abhören und blocken.

Damit die “lückenlose Überwachung” funktioniert, ist die Nutzung von privaten WLANs beispielsweise für die Presse nicht erlaubt. Wer dagegen verstieß, wurde aus dem Presseraum begleitet.

Die Winterspiele in Sotschi zeigen damit ein Problem unseres digitalen, mobilen Zeitalters: Spionierende öffentliche WLANs. Nicht nur in Sotschi, sondern überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen und online sind: Von großen Veranstaltungen hin zum Kaffeehaus um die Ecke. Das vermeintlich sichere WLAN entpuppt sich hier oft als Einfalltor für Hacker, die mit wenigen Klicks mitverfolgen können, was auf den Smartphones, Tablets und Rechnern der Nutzer dieses WLANs passiert.

Anchorfree CEO und Mitgründer David Gorodyansky erklärt bei Bloomberg TV, wie man sich bei der Nutzung von öffentlichen WLANs in Sotschi und überall auf der Welt schützen kann. Die Lösung liegt in einem Virtual Private Network, das die Identität des Nutzers anonymisiert und die Kommunikation verschlüsselt. Der VPN Dienst Hotspot Shield VPN ermöglicht außerdem den Zugriff auf gesperrte Seiten, die beispielsweise von Sorm gefiltert werden würden.

Da außerdem bei der Ein- und der Ausreise aus Russland, ähnlich wie bei der Einreise in die USA, Daten durch die Regierung beschlagnahmt werden können, empfiehlt es sich, keine sensiblen Daten auf den Geräten zu haben. Wer gar keine Daten auf seinem Laptop, Smartphone und Tablet dabei hat, betreibt den effektivsten Datenschutz. Mit einer Cloud-Lösung in Kombination mit einer sicheren und gleichzeitig anonymisierten VPN-Verbindung kommt man dennoch an benötigte Daten. Wer außerdem Bluetooth und NFC abschaltet und sich nicht auf sensiblen Accounts einloggt, kann seine Privatsphäre und Online-Identität schützen.

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