European Cyber Security Month – Der Oktober ist der Aktionsmonat für das Thema Internetsicherheit

Bereits zum zweiten Mal – nach 2012 – ist der Oktober dieses Jahr wieder der europäische Internetsicherheitsmonat (European Cyber Security Month). Der Aktionsmonat wird koordiniert von der European Network and Information Security Agency (ENISA), einer EU-Behörde. Dies hört sich vielleicht erst einmal eher langweilig an – viele Abkürzungen und lange englische Bezeichnungen. Doch dieser Aktionsmonat ist wichtig, wir sagen euch warum:

In den USA gibt es den Nationalen Internetsicherheitsmonat diesen Oktober bereits zum 10. Mal. Das Thema dort lautet “Unsere geteilte Verantwortung (Our Shared Responsibility)” und erklärt die Bedeutung von Internetsicherheit recht gut: Das Internet ist ein integraler Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden, dessen Bedeutung mittlerweile allen klar ist. Lange Zeit galt das Internet vor allem als Wissensquelle, Spielplatz für die neusten Computerspiele und Kommunikationsmedium. Doch heute werden immer mehr kritische und sensible Dienste benutzt: Online-Banking, Speichern von Daten in der Cloud, Übertragen von Gesundheitsdaten. Selbst Industrieanlagen sind mittlerweile oft ans Internet angeschlossen. Ob nun am Arbeitsplatz, in der Schule oder zu Hause – ohne Internet geht es einfach nicht mehr.

So sagt der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble in der Bild am Sonntag zu Recht: „Das Internet hat Deutschland mehr verändert als der Mauerfall“. Obwohl mehr als 77% der Deutschen das Internet nutzen und sich auch der Gefahren bewusst sind, wissen viele immer noch nicht, wie sie sich effektiv schützen können. Oft werden nur die Standardeinstellungen der Internetgeräte genutzt. Zwar wird manchmal noch ein zusätzliches Antiviren-Programm installiert, aber selten sind sich die Benutzer wirklich bewusst, warum es so wichtig ist, verantwortungsvoll mit dem Thema Internetsicherheit umzugehen. Nicht nur der eigenen Daten wegen, sondern auch wegen der Daten seiner Freunde, Familie und Bekannten.

Schaffen es Kriminelle Zugriff auf Konten zu erlangen, sei es bei Facebook, beim E-Mail-Provider oder bei der Bank, erhalten sie nicht nur Zugriff auf die eigenen Daten, sondern auch auf die Daten anderer. So können sie als nächstes deren Konten und Accounts angreifen. Doch wie kann man die eigenen Daten und die Daten von Freunden und Bekannten schützen? Absolute Sicherheit gibt es natürlich nie, aber man kann es Hackern und Datendieben dennoch so schwer wie möglich machen:

Datenschutz auf dem eigenen Gerät:

  1. Sichere dein Gerät mit einem Zugangskennwort oder einer PIN. Ob nun ein Computer oder das Smartphone: Wenn andere physischen Zugang zum Gerät bekommen und tun und lassen können, was sie wollen, besteht das größte Risiko. Stehlen von Daten oder die Installation von Schadprogrammen – ungeschützt ist einfach alles möglich.
  2. Verschlüssele die Daten auf deinem Computer mit Programmen wie TrueCrypt. Auch für Smartphones gibt es ähnliche Software. Denn ein einfacher Zugangsschutz kann einen echter Hacker nicht stoppen – er kann auch ohne diesen deine Daten auslesen, wenn sie nicht verschlüsselt sind.
  3. Update regelmäßig dein Betriebssystem und alle wichtigen Programme und Apps. Denn über Sicherheitslücken im Browser oder PDF-Reader können sich leicht Viren und Spionageprogramme einnisten.
  4. Antiviren-Software – ob auf dem PC oder dem Smartphone gehören solche Programme mittlerweile zum Standard. Ohne geht es gar nicht mehr! Aber auch hier solltest du für regelmäßige Updates sorgen.

Datenschutz bei der Übertragung der Daten:

  1. HTTPS-Verschlüsselung – Auch bei der Übertragung sollten Daten immer verschlüsselt sein, sonst können Datendiebe diese mitschneiden.
  2. VPN-Software – Ob auf dem Smartphone, Tablet oder Notebook, nicht alle Webseiten unterstützen Verschlüsselung. Und auch bei verschlüsselten Verbindungen ist Hackern noch der Empfänger bekannt. Daher sollte der gesamte Datenverkehr zusätzlich noch mit einem VPN-Client wie Hotspot Shield VPN gesichert werden.
  3. Malware-Schutz – Damit Schädlinge erst gar nicht bei den eigenen Geräten ankommen, sollte der Internetverkehr zusätzlich noch von einer Firewall oder einem Filter in der VPN-Software aussortiert werden. So werden auch Schädlinge gestoppt, die das Antiviren-Programm noch nicht findet.

Datenschutz bei Internetdiensten

  1. Informieren – Wie geht der Anbieter des Internetservices mit persönlichen Daten um? Werden diese verschlüsselt? Informiert der Anbieter die Kunden, wenn deren Daten geklaut werden? Man sollte sich auf jeden Fall gut informieren, wem man seine Daten anvertraut.
  2. Datensparsamkeit – Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht geklaut werden. Daher sollte man nur die absolut notwendigen Daten bei Internetdiensten angeben.
  3. Verschlüsselung – Vor allem in Cloud-Speicherdiensten gilt: Die eigenen Daten zusätzlich noch verschlüsseln, etwa per TrueCrypt, damit nicht mal der Anbieter Zugriff darauf hat!

Es gibt also viel zu Beachten beim Thema Datenschutz und Internetsicherheit – jeder einzelne kann es Datendieben schwer machen. Daher ist so ein Aktionsmonat die der Europäischer Internetsicherheitsmonat doch eine gute Sache – wenn er es denn schafft, Aufmerksamkeit für dieses wichtige Thema zu erzeugen!

, , , ,

No comments yet.

Leave a Reply